Lesung / Vortrag / Buchpräsentation
Iréne Donáth - Eine jüdische Kobersdorferin im Widerstand gegen die NS-Besatzer

Buchvorstellung & Gespräch
Joseph Thum war während des Zweiten Weltkriegs Direktor des berühmten Hotels „Des Indes“ in Den Haag. Während der Besatzungszeit beherbergte das Hotel so viele Nazis, dass es den Spitznamen „Wehrmacht Hotel” erhielt. Was die Nazis nicht wussten war, dass Thum unter Einsatz seines eigenen Lebens und das seiner jüdischen Lebensgefährtin zahlreiche Untergetauchte im Keller und im Aufzugsschacht des riesigen Hotelgebäudes versteckte. Die Lebensgefährtin Thums war Iréne Donáth, die Tochter des früheren Kobersdorfer Gemeindarztes Dr. Josef Donáth und somit auch die Schwägerin des 1938 von den Nationalsozialisten vertriebenen Dr. Kertesz, der der Nachfolger von Dr. Donáth als Gemeindearzt von Kobersdorf war.
Der niederländische Journalist Casper Postmaa ist auf Umwegen auf diese Geschichte gestoßen und hat jetzt ein Buch darüber geschrieben: De dag dat de duivel naar Des Indes kwam (Der Tag, an dem der Teufel nach Des Indes kam). Es wurde Anfang März in Den Haag präsentiert.
Der Autor wird bei dieser Matinee das Buch erstmals in Österreich vorstellen und in einem Gespräch mit Alfred Lang (Burgenländischen Forschungsgesellschaft) über seine Recherchen berichten, bei denen er auch auf die Burgenland nicht unbekannte Margit von Batthyány gestoßen ist.
Termin
Sonntag, 08.11.2026
11:00
Uhr
Ort
Ehemalige Synagoge Kobersdorf
Schlossgasse 25
7332 Kobersdorf
Preis
Freier Eintritt
Veranstalter:
In Kooperation mit der Burgenländischen Forschungsgesellschaft
